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2005: Dale Dougherty und das Make Magazine – der Moment, in dem daraus eine Bewegung wird

Im Januar 2005 griff Dale Dougherty, Verleger und Redakteur bei O'Reilly Media, die drei Ströme auf einmal auf. Im ersten Heft des Make Magazine schrieb er: „Wir sind alle Maker." Es war ein bewusster Framing-Akt: Er nahm die nerdige Randkultur des Bastelns, Hackens und Selberbauens und verwandelte sie in eine positive, einladende Identität.

Das Magazin funktionierte wie ein Sammelbecken: Es sammelte die pädagogische Idee (Selbermachen als Lernen), die Hacker-Ethik (Teilen, Öffnen, Verbessern) und die offene Hardware (Arduino, RepRap) unter einem Dach, mit Bauanleitungen, Porträts und einer klaren Botschaft: Making ist für alle.

Ab 2006 kamen die Maker Faires hinzu – große Festivals, bei denen Maker ihre Projekte zeigen. Sie machten die Bewegung öffentlich sichtbar und gab ihr Zulauf: Eltern, Kinder, Künstler, Handwerker, Ingenieure. Der Begriff „Maker" wurde zum starken Label, das aus dem Nerd-Vorurteil einen Stolz machte.

Damit war der Bogen geschlossen, den man bis zu Bushs Memex zurückverfolgen kann: Menschen, die nicht nur konsumieren, sondern ihre Welt selbst gestalten. Was fehlte, war ein Ort für alle – und den machten die Maker selbst, mit oder ohne Fab Lab.