Methodenkarte: Silent-Disco-Soundwalk
Ein gemeinsames Hörerlebnis
Autor*in: Arne Bunk (bild+begegnung e.V.)
Zielgruppe
ab 6 Jahren
Dauer
0,5 bis 1,5 Stunden
Level
2
Kurzbeschreibung
Die Silent-Disco-Funkkopfhörer ermöglichen den Teilnehmenden in diesem Projekt eine gemeinschaftliche Hörerfahrung. Mithilfe von Mikrofonen erkunden sie Geräusche oder erzeugen diese selbst. So lassen sich Orte, Räume und Objekte akustisch entdecken. Gemeinsam entwickelt die Gruppe eine kurze Sequenz und nimmt diese auf.
Ziele
- die akustische Umgebung bewusst wahrnehmen
- forschendes Lernen mit Medien
- kollektive Gruppenerfahrung ermöglichen
Gruppengröße
3 bis 10 Teilnehmende
Material
- Funkkopfhörer (Silent Disco)
- Sender
- Mehrspur-Audiorekorder
- je 1 (Wireless-)Mikrofon pro 2-3 TN
Optional:
- Schlagzeug-Sticks
- kleine Musikinstrumente
- Spezialmikrofone
Ablauf
Schritt 1:
Die Workshopleitung gibt die Kopfhörer mit den Sicherheitshinweisen an die Teilnehmenden aus (siehe Tipps). Anschließend setzt sich die Gruppe in Bewegung. Währenddessen verteilt die Workshopleitung weitere Mikrofone und lädt die Teilnehmenden ein, die Technik durch kurze Gespräche auszuprobieren.
Schritt 2:
Die Teilnehmenden verteilen sich, suchen aktiv nach Geräuschen oder erzeugen selbst welche, indem sie rascheln, klopfen oder kratzen. Vielleicht möchte jemand etwas erzählen oder singen. Auch Musikinstrumente können eingebracht werden.
Schritt 3:
Die Gruppe nimmt ein bis drei Minuten Material auf. Danach hört sie die Aufnahme gemeinsam an und diskutiert mögliche Verbesserungen. Falls nötig, wird die Aufnahme so oft wiederholt, bis alle zufrieden sind. Am Ende entsteht ein kleines Hörstück.
Zusätzliche Hinweise:
Innerhalb kurzer Zeit können Aufnahmen entstehen, die nicht geschnitten oder montiert werden müssen. Sofern die Spuren getrennt aufgenommen wurden, kann die Lautstärke angepasst werden. Die Aufnahmen lassen sich ideal mit Fotos und/oder Filmen kombinieren. Themen wie Natur, Wald, Bäume, öffentlicher Raum oder gebaute Umwelt bieten sich an – wie klingen beispielsweise Kunstwerke?
Alternative, weniger technikintensive Setups:
An einen einfachen Audiorecorder oder ein Handy lassen sich über einen Verteiler mehrere kabelgebundene Kopfhörer anbringen. Es können ein einzelnes Mikrofon angeschlossen oder die internen Mikros werden genutzt. Die Teilnehmenden bringen Geräusche zum Gerät oder stellen das Mikrofon an einen Ort mit besonderer Atmosphäre.