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1970–1990: Die Hacker-Ethik – Technik als offenes Buch

Parallel wuchs in den USA eine Kultur heran, die heute oft falsch verstanden wird: Hacker verstanden sich nie als Zerstörer, sondern als Menschen, die Systeme bis ins letzte Detail verstehen wollten. Am MIT und im kalifornischen Homebrew Computer Club – der Treff der frühen PC-Bastler, aus dem u.a. Apple hervorging – entstand eine Ethik, die bis heute das Selbstverständnis der Maker-Szene prägt:

  • Der Zugang zu Computern (und allgemein zu allem, das die Welt verbessert) soll unbegrenzt sein.
  • Wissen muss frei geteilt werden.
  • Mißtraue Autoritäten – vertraue auf eigene Fähigkeiten.
  • Beurteile Hacker nach ihrem Können, nicht nach Abschlüssen, Alter, Rasse oder Aussehen.

Diese Haltung war eine Absage an die Konsumtechnik-Industrie: Ein Gerät gehört erst wirklich dem Menschen, der es versteht – also öffnet man es, repariert es, baut es um. Die Hackerkultur lieferte der späteren Maker-Bewegung ihr kulturelles Selbstbild: Neugier statt Anweisung, Teilen statt Besitzen, Basteln statt Kaufen.