Methodenkarte: Lasergravur
Mit einem Laser Holz, Filz, Schiefer, Acryl und vieles mehr bearbeiten
Autor*in: Martin Kahles (WTV - Der Offene Kanal aus Wettin e.V.)
Zielgruppe
ab 6 Jahren
Dauer
min. 1,5 Stunden
Level
3
Kurzbeschreibung
Die pädagogische Arbeit mit einer Lasergravur-Maschine bietet die Möglichkeit, Lernende in verschiedenen Bildungsbereichen zu fördern. Die Maschine kann sowohl in technischen als auch in kreativen Lernkontexten eingesetzt werden und stärkt Fähigkeiten wie technisches Verständnis, Designkompetenz, Problemlösefähigkeit und Kreativität.
Ziele
- Begeisterung für technische Maschinen wecken
- Zusammenspiel von Soft- und Hardware vermitteln
- grafische Gestaltungskompetenz fördern
Gruppengröße
4 bis 6 Teilnehmende
Material
u.a.
- Lasergravur-Maschine mit Filteranlage
- PC mit Steuerungs-Software
- Gravur-Materialien (z.B. Holz, Filz)
- je 1 PC/Laptop/Tablet pro zwei TN
- Vektorgrafik-Software
weitere Ausstattung s. QR-Code
Ablauf
Im Folgenden wird der grobe Ablauf einer pädagogischen Einheit zur Lasergravur
beschrieben. Eine detaillierte Ausarbeitung setzt eine intensive Auseinandersetzung
mit der Lasergravur sowie der verwendeten Hard- und Software voraus. (Für
ausführlichere Informationen siehe QR-Code.)
1. Einführung in die Lasergravur
Zu Beginn erläutert die Workshopleitung den gesamten Arbeitsprozess der
Lasergravur oder demonstriert diesen – von der Erstellung einer Vektorgrafik bis hin
zur Gravur eines Objekts. Dabei hebt sie insbesondere sicherheitsrelevante Aspekte
hervor.
2. Ziel der pädagogischen Einheit
Für Anfänger ist es hilfreich, das Material und die Form der Bearbeitung
vorzugeben. Ein gängiges Beispiel ist ein Schlüsselanhänger aus Filz, der mit einem
Schriftzug oder Logo graviert wird.
3. Design der Gravur
Die Workshopleitung zeigt den Teilnehmenden, wie sie mit einer App (z.B. Inkscape, Vector Ink, Vectorize!) Vektorgrafiken erstellen können. Die Grafiken können entweder direkt am Bildschirm entworfen
oder auf Papier skizziert und anschließend gescannt oder fotografiert werden. Die
Zeichnung wird dann mit einer Vektorgrafik-Software digitalisiert. Nach
Fertigstellung der Grafik wird sie in ein Format umgewandelt, das von der
Gravurmaschine verarbeitet werden kann.
4. Gravur und Evaluation
Die Teilnehmenden konfigurieren die Gravur-Software so, dass der Laser die
Vektorgrafik präzise umsetzt und mit der gewünschten Intensität in das Material
graviert. Das Material wird in der Maschine ausgerichtet und der Gravurprozess
gestartet. Währenddessen können die Teilnehmenden beobachten, wie der Laser
das Design auf das Material überträgt.
5. Auswertung
Nach der Gravur vergleichen die Teilnehmenden das fertige Produkt mit dem
ursprünglichen Design und besprechen mögliche Verbesserungen oder
Anpassungen.