KI kurz erklärt
In den 1940er Jahren begannen Mathematiker und Ingenieure, die Grundlagen für die Künstliche Intelligenz (KI) zu legen. Einer der einflussreichsten Denker dieser Zeit war Alan Turing, ein britischer Mathematiker, der die Frage stellte, ob Maschinen denken können. Turing entwickelte den nach ihm benannten Turing-Test, um zu überprüfen, ob eine Maschine menschenähnliches Denken zeigen kann. 1956 fand am Dartmouth College in den USA eine Konferenz statt, die als Geburtsstunde der KI gilt. Wissenschaftler wie John McCarthy, Marvin Minsky und Claude Shannon diskutierten dort erstmals intensiv über die Idee, Maschinen zu bauen, die intelligentes Verhalten zeigen können. In den folgenden Jahren gab es einige Fortschritte, wie z.B. Schachprogramme und einfache Chatbots, doch die Erwartungen übertrafen oft die tatsächlichen Fähigkeiten der Programme. Dies führte zu Enttäuschungen und einem Rückgang der Finanzierung, einem Phänomen, das als "KI-Winter" bekannt wurde. Ab den 1980er Jahren erlebte die KI einen erneuten Aufschwung, vor allem durch verbesserte Computerhardware und neue Methoden wie maschinelles Lernen. Besonders seit den 2000er Jahren hat die Entwicklung von KI durch die Verfügbarkeit großer Datenmengen und leistungsfähigerer Computer stark an Fahrt gewonnen. Heute ist KI in vielen Bereichen des täglichen Lebens präsent: von Sprachassistenten wie Siri und Alexa über selbstfahrende Autos bis hin zu medizinischer Diagnostik und personalisierter Werbung. Die Technologie hat sich kontinuierlich weiterentwickelt und beeinflusst nun viele Aspekte unseres modernen Lebens.