Ab 2010: Maker werden Mainstream – Bibliotheken, Schulen, Jugendarbeit Mit der Sichtbarkeit durch Maker Faires und Blogs expandierte die Bewegung in den Mainstream. Die Zahl der Maker Spaces, offenen Werkstätten, stieg in den USA und Europa rasant. Bibliotheken begannen, 3D-Drucker und Workshops anzubieten, Schulen richteten Maker-Spaces ein, und ab ca. 2012 institutionalisierte sich die Pädagogik unter dem Label Maker Education – mit eigenen Konferenzen (FabLearn ab 2011), Netzwerken und Lehrbüchern. Das war auch der Moment, in dem die Medienpädagogik aufmerksam wurde: Making passte genau zu ihrem Ziel, Menschen nicht nur vor Medien zu schützen oder mit ihnen zu konsumieren, sondern sie zu befähigen, Medien selbst zu gestalten und zu verstehen. Wer etwas baut, muss über die Funktion und Bauweise von Technik nachdenken – Making ist damit im Kern Medienbildung: 'begreifen durch Begreifen' . Heute ist Making aus der Bildungs- und Jugendarbeit nicht mehr wegzudenken: Jugendlabore, offene Werkstätten, Hackspaces, Repair-Cafés, 3D-Druck-AGs – die Bewegung, die mit einem Essay von 1945, einer Schildkröte auf dem Bildschirm und einem Magazine-Titel von 2005 begann, ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.