# 1970–1990: Die Hacker-Ethik – Technik als offenes Buch

Parallel wuchs in den USA eine Kultur heran, die heute oft falsch verstanden wird: *Hacker* verstanden sich nie als Zerstörer, sondern als Menschen, die Systeme bis ins letzte Detail verstehen wollten. Am MIT und im kalifornischen [**Homebrew Computer Club** *(Wikipedia)*](https://en.wikipedia.org/wiki/Homebrew_Computer_Club) – der Treff der frühen PC-Bastler, aus dem u.a. Apple hervorging – entstand eine Ethik, die bis heute das Selbstverständnis der Maker-Szene prägt:

> [**Hacker Ethic** *(Wikipedia)*](https://en.wikipedia.org/wiki/Hacker_ethic) und [**Die Hacker-Ethik nach dem Chao Computer Club)** *(ccc.de)*](https://www.ccc.de/en/hackerethik)

<img src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c2/Gordon_French_%282013%29.jpg?utm_source=en.wikipedia.org&utm_campaign=index&utm_content=original" alt="Gordon French, co-founder of the Homebrew Computer Club, hosted the first meeting of the club in his garage in March 1975." width="350"/>

*Gordon French, Mitgründer des Homebrew Computer Club, Photo von Cromemco, CC BY-SA 3.0*

- Der Zugang zu Computern (und allgemein zu allem, das die Welt verbessert) soll unbegrenzt sein.
- Wissen muss frei geteilt werden.
- Mißtraue Autoritäten – vertraue auf eigene Fähigkeiten.
- Beurteile Hacker nach ihrem Können, nicht nach Abschlüssen, Alter, Rasse oder Aussehen.

Diese Haltung war eine Absage an die Konsumtechnik-Industrie: Ein Gerät gehört erst wirklich dem Menschen, der es versteht – also öffnet man es, repariert es, baut es um. Die Hackerkultur lieferte der späteren Maker-Bewegung ihr kulturelles Selbstbild: Neugier statt Anweisung, Teilen statt Besitzen, Basteln statt Kaufen.