1970–1990: Die Hacker-Ethik – Technik als offenes Buch

Parallel wuchs in den USA eine Kultur heran, die heute oft falsch verstanden wird: Hacker verstanden sich nie als Zerstörer, sondern als Menschen, die Systeme bis ins letzte Detail verstehen wollten. Am MIT und im kalifornischen Homebrew Computer Club (Wikipedia) – der Treff der frühen PC-Bastler, aus dem u.a. Apple hervorging – entstand eine Ethik, die bis heute das Selbstverständnis der Maker-Szene prägt:

Hacker Ethic (Wikipedia) und Die Hacker-Ethik nach dem Chao Computer Club) (ccc.de)

Gordon French, co-founder of the Homebrew Computer Club, hosted the first meeting of the club in his garage in March 1975.

Gordon French, Mitgründer des Homebrew Computer Club, Photo von Cromemco, CC BY-SA 3.0

Diese Haltung war eine Absage an die Konsumtechnik-Industrie: Ein Gerät gehört erst wirklich dem Menschen, der es versteht – also öffnet man es, repariert es, baut es um. Die Hackerkultur lieferte der späteren Maker-Bewegung ihr kulturelles Selbstbild: Neugier statt Anweisung, Teilen statt Besitzen, Basteln statt Kaufen.


Revision #2
Created 7 October 2026 14:48:30 by Shelly Pröhl
Updated 7 October 2026 18:25:59 by Shelly Pröhl